11.11.1975 – 11.11 Uhr PVF E-Werkstatt des VEB Brauerei Braugold Erfurt – Gründung des PVF„Praugolds Vaschings
Ferein“
Gründungsmitglieder waren: Horst Pohl, Karl-Heinz Thon, Peter Pfaffhausen, Dieter Fuhr, Marika Oschütz, Brigitte
Bulzcak, Gretchen Berger. Die „Gründungsfeier“ dauerte bis in die frühen Abendstunden. Begonnen wurde mit Bier, Sekt
und dann kam auch noch Kaffee (Edel) auf den Tisch. Im Dezember 1975 wurde ein Elferrat gebildet: Horst Pohl, Karl-Heinz
Thon, Peter Pfaffhausen, Dieter Fuhr, Reiner Thönert, Siegfried Möser, Walter Jurenda, Klaus Schulz, Peter Nitschke,
Wolfgang Schmidt, Karl-Heinz Arbeiter Es wurden die ersten Orden gebastelt: Messingorden gesägt, gefeilt, Holzfassorden
gedrechselt
20.02.1976
1. Öffentliche Veranstaltung in der Kantine von der Brauerei, Fläche 12 x 14 m und 130 Gäste
1. Kapelle TO ASTORIA unter Leitung von Hermann Hofrichter
Die Veranstaltung lief unter dem Motto: „Recht gibt dir in allen Dingen, Ritter Götz von Berlichingen“ Büttenredner: Horst
Pohl, Siegfried Möser, Karl-Heinz Arbeiter
1976/77
Eröffnung am 11.11.1976 um 11.11 Uhr in der Kantine der Brauerei mit der BGL-Vorsitzenden Lilo Wollenhaupt; aber
diesmal mit Kaffee und Selters.
1. Prinzenpaar: Bernd I. und Rita I.
Jeweils mit Beginn der neuen Saison wurde ein knuspriger Gänsebraten versteigert. Dieter Stange, Kombinatsdirektor des
Getränkekombinates wurde 1. Ehrenmitglied
1977/78
Die Büttenredner Wolfgang Weinrich und Karl-Horst Zeidler wurden als Mitglieder in den PVF aufgenommen. Bis 1982
fanden unsere Veranstaltungen in dieser Kantine statt. Leider wurde uns mitgeteilt, dass es aus „sicherheitstechnischen“
Gründen nicht mehr gestattet wird, unsere Faschingsfeiern in diesem Raum durchzuführen.
Die Suche nach einer neuen Narrhalla begann. Gesucht und gefunden – Ratsschenke Bischleben. Der Saal wurde
entrümpelt und für eine grundlegende Renovierung vorbereitet. Alle Mitglieder des „Praugold Vaschings Fereins“ halfen
tatkräftig mit. (Auch an der Theke!)
Über viele Jahre unterstützte uns die Gruppe „DOMINOS – Musik aus Erfurt“ unter der Leitung von G. Kleb bei unseren
närrischen Karnevalssitzungen mit Live-Musik. Sei es mit typischer Karnevalsmusik, wie dem Narrhalla-Marsch oder auch
bei den gemütlichen Schunkel- und Tanzrunden.
Die Saison 1982/83 begann im neuen Saal der Ratsschenke mit dem Karneval Club Braugold, so nannten wir uns jetzt.
Im Juni 1983 holte unser Gründungspräsident Horst Pohl alle Erfurter Clubs in Bischleben an einen Tisch. Der befreundete
Club aus Witterda durfte natürlich nicht fehlen.
Es brach etwas an, was sich bis jetzt Keiner vorstellen konnte. Der „Traditionelle Frühschoppen“ wurde ins Leben gerufen.
Diese Veranstaltung war so begehrt, dass der Saal aus allen Nähten platzte und wir nicht mehr alle Kartenbestellungen
berücksichtigen konnten. Tränen flossen bei manchem Aktiven, weil es auf Grund der Länge des Programms nicht mehr
möglich war, dies nach hinten zu verlängern. Es kam also nur noch das Beste auf die Bühne.
1985 war der KCB Mitausrichter des 25. Präsidententreffen der DDR in Erfurt. Angeregt durch diese Veranstaltung gründete
sich bei uns die erste Tanzgarde unter Leitung von Hannelore Neher.
Als wir 1988/89 nach Erfurt in das Gesellschaftliche Zentrum Wiesenhügel wechselten, hatten wir zwar mehr Platz für unser
Publikum, aber die Fülle der Programmbeiträge wurde immer mehr und wir hatten Probleme alles unter einen Hut zu
bekommen.
Zum Traditionellen Frühschoppen 1990, einen der längsten in der Geschichte des KCB 10.11 Uhr bis 17.00 Uhr), waren
einige Gäste aus Mainz bei uns zu Gast. Sie konnten sich nicht vorstellen, dass es bei uns überhaupt möglich ist, so eine
Veranstaltung durchzuführen. Daraufhin kam eine Einladung nach Mainz in die Rheingoldhalle und der KCB war mit
anderen Erfurter Clubs in der Tele-Illustrierten im ZDF, in der unsere Tanzgruppe tanzte.
Es entwickelte sich eine Freundschaft zwischen dem Karneval Club Kastell aus Mainz, unter Leitung von Rolf Braun und
dem Karneval Club Braugold.
Viele Einladungen folgten:
So u. a. zum Karneval im Bundeskanzleramt in Bonn, zu Prunksitzungen des KCK in Mainz, zur Ordensfeier des KCK im
Bismarcksaal von Kupferberg-Sekt, Teilnahme am Rosenmontagsumzug in Mainz und viele mehr.
1991
Der KCB war Ausgestalter der Gründungsveranstaltung und Gründungsmitglied des Landesverbandes Thüringer Karneval,
der in Erfurt im Gesellschaftlichen Zentrum Wiesenhügel, gegründet wurde.
Juni 1991
Freundschaftsbesuch des Vorstandes des Karneval-Club-Kastell in Erfurt nach Besichtigung der Brauerei, Stadtrundgang
wurde ein gemütlicher Abend eingeläutet, bei dem auch die Bratwurst und das Bier nicht fehlte. Es war ein gemütlicher
Erfahrungsaustausch und ein sehr erlebnisreiches Wochenende für beide Clubs.
1992/1993
Kam es zu einem kurzen Abstecher in die „FLORA“ in der wir auch dort unter dem Kürzel „KCB“ auftraten. Aber es war für
eine Zeit eine Namensänderung erforderlich geworden. Wir nannten uns Karneval-Club-Borntal. Dies dauerte dann bis
1999. Zu dieser Session kam unser 1. Programmheft unters Volk. Wir erhielten großen Zuspruch, hauptsächlich von den im
Borntal ansässigen Unternehmen.
1993/1994
Erneuter Umzug in die nächste Narrhalla. Diesmal im Herzen unserer Blumenstadt Erfurt. Direkt neben dem Rathaus, im
Gildehaus zu Erfurt. Dort hatten wir unser karnevalistisches Domizil aufgebaut und die Hauptveranstaltungen fanden dort
bis zum Jahre 1998 statt. Unser Präsident und Sitzungspräsident, Horst Pohl, ging nach vielen Jahren selbst wieder in die
Bütt. „Der Bratwurstbrater“ wurde im Gildehaus geboren. Mit frisch gebratenen Bratwürsten, auf seinem Bauchladen, die er
während seines Vortrages verteilte, war er aus vielen Programmen nicht mehr wegzudenken. Am Anfang des Jahre 1994
gab es einen gemeinsamen Frühschoppen mit dem Karneval-Club-Helau im Energieklubhaus Erfurt. Die beiden
Präsidenten, Herbert Frank und Horst Pohl führten in gekonnter Art und Weise durch ein sehr spitzfindiges, kurzweiliges und
mit vielen Showeffekten ausgestattetes Programm.
1994/1995
Jubiläum – Die 20. Karnevals-Session des KCB beginnt. „20 Jahre auf und nieder – DER KCB KOMMT IMMER WIEDER“!
Glückwünsche aus dem ganzen Land trafen ein. Vom Bundeskanzler Helmut Kohl, Landes- und Stadtvätern, vom
Landesverband Thüringer Karneval, der Gemeinschaft Erfurter Carneval, von allen befreundeten Clubs und Vereinen.
Die Festveranstaltung im Gildehaus war ein voller Erfolg, nicht nur für uns als Club, sondern auch für unser treues
Publikum.
Historie des KCB – Teil 2
1996/97
In der Mitgliederversammlung am 08. Oktober 1996 im „Naumburgischen Keller“ erklärte der Präsident Horst Pohl, dass er
aus persönlichen Gründen nicht weiter als Präsident des KCB tätig sein kann. Diese Entscheidung kam für alle Mitglieder
sehr überraschend und hat großes Erstaunen und Fragen zur Zukunft des Vereins ausgelöst.
Bis zur Neuwahl eines Präsidenten und des gesamten Vorstandes hat der Vizepräsident Wolfgang Weinrich diese Aufgabe
übernommen.
Daraufhin wurde gemäß § 4 der Satzung des KCB eine außerordentliche Mitgliederversammlung zum 01. November 1996
zwecks Neuwahl des Präsidenten und Vorstandes in den „Paulsturmkeller“ einberufen.
Die durchgeführte geheime Wahl ergab folgendes Ergebnis:
Präsident:
Wolfgang Weinrich
Vizepräsidenten: Klaus Müller
Dagmar Suckert
Schatzmeister:
Gisela Richter
Protokollführer: Reinhard Kraft
Beisitzer:
Gabriele Reinsch
Bernd Weidner
Horst Zeidler
Entsprechend eines gestellten Antrages wurde die Geschäftsordnung des KCB dahin gehend geändert, dass künftig ein
Sitzungspräsident und nicht der Vereinspräsident die Sitzungsveranstaltungen des KCB leiten wird. Dazu wurde Rolf
Gernhardt gewählt.
Zur Eröffnung der Karnevalssaison wurde am 12. Januar 1997 der traditionelle Frühschoppen des KCB im „Waldkasino“
durchgeführt. Hier konnte durch den Sitzungspräsidenten aus dem Publikum Petra Wilschewski entdeckt und zur Mitwirkung
im KCB geworben werden.
Nach anfänglichen Gesangsauftritten – später gemeinsam mit Bruder Manfred – ist sie in die Rolle der „Emma“ in der KCB-
Bütt mit wachsendem Erfolg geschlupft.
Weiterhin hat sich das Gesangstrio „Die Morgenmuffel“ formiert. Für die musikalische Begleitung der Veranstaltungen
konnte die „Nicki Band“ unter der Leitung von Nicolai Großkopf gewonnen werden.
In der Saison wurden die Festsitzungen des KCB im Johannes-Lang-Haus und der Saisonausklang im Ratskeller gefeiert.
1998
Die Saison stand unter dem Motto: „Der KCB auf Narrenwelle grüßt herzlich von der Zitadelle!“
Der traditionelle Frühschoppen des KCB fand am 01. Februar im Gildehaus statt. Hier wurde auch der Umzugsausklang und
der Rosenmontagsball närrisch begangen. Außerdem war der KCB mit Fremdensitzungen in Gutendorf und Ollendorf
vertreten.
Die Morgenmuffel brachten mit dem Hit „Ober, zack èn Bier, èn Helles“ viel Stimmung auf die Karnevalsbühnen der Stadt.
Ebenfalls großen Erfolg hatte das Männerballett mit dem Beitrag „Die Opera, die Opera – ja, die ist für alle da“.
Mit Strickjacke, Filzhut, großer Brille und Handtasche sagte sie schüchtern in der Bütt: „Ich bin EMMA und meine Mama hat
gesagt ich soll mir’n Mann suche – und ich hab ein’n gefunde, er heißt Paul.“
Das war der große Auftakt von Petra Wilschewski.
1999
Motto der Saison: „Auf die Dauer hilf nur „Pauer“!
In diesem Jahr konnte der Name des KCB wieder in Karneval Club Braugold geändert werden. Die Leitung der Brauerei hat
dem zugestimmt und umfangreiche Unterstützung sowohl finanziell als auch materiell zugesagt.
Der Traditionsfrühschoppen fand im Sportpark Johannesplatz bei mäßiger Beteiligung statt. Erstmalig war der KCB an der
GEC-Veranstaltung im Kaisersaal mit Aufzeichnung durch das ZDF sowie an den Prunksitzungen in der Thüringenhalle
beteiligt. Ebenfalls erstmals nahm der KCB am Narrenmarkt der GEC auf dem Anger und an der Rosenmontags-Fete im
Festzelt auf dem Domplatz teil.
Eine Premiere war eine Elferratssitzung im Gasthof „Hohe Warte“ in Salomonsborn. Auch die Teilnahme mit Festwagen am
Umzug durch die Altstadt hat wie alljährlich Anerkennung und Freude bei den Aktiven des KCB sowie den Zuschauern am
Straßenrand ausgelöst.
2000
In dieser Saison hat der KCB sein fünfundzwanzigjähriges Bestehen gefeiert. Dies
geschah unter dem Motto:
„Immer fit und niemals ranzig, der KCB ist 25!“
Im jährlich erscheinendem Saisonheft „Braugold Allgemeine“ wird aus diesem Anlass
ein Rückblick auf die vergangenen 25 Jahre unter dem Titel
„Vom PVF zum KCB – nur der Name hat sich geändert!“
vorgenommen.
Wie in jedem Jahr waren die Veranstaltungen wieder gut vorbereitet und verliefen stimmungsvoll und mit vollem Erfolg. Als
neue Veranstaltungsräume kamen die Gaststätte in Azmannsdorf sowie der Keller der Gaststätte „Paulsturm“ in Erfurt hinzu.
In der Mitgliederversammlung am 30. Juni 2000 erfolgt die satzungsgemäße Neuwahl des Präsidenten und
Vereinsvorstandes mit folgendem Ergebnis:
Präsident:
Petra Wilschweski
Vorstandsmitglieder:
Horst Pohl, Ilona Mattig, Dieter Wilschewski,
Dagmar Suckert, Gisela Richter, Gabriele Reinsch,
Rolf Gernhardt, Katja Stietz
Wenige Tage danach fand die feierliche Amtsübergabe an die neu gewählte Präsidentin Petra Wilschewski im
Paulsturmkeller statt.
Unter ihrer Leitung war der KCB am 01. Oktober beim Thüringentag 2000 mit Garde und Mitgliedergruppe vertreten.
Die Saison 2000/2001 wurde bereits am 11.11.2000 ELF Uhr ELF eröffnet.